02/2009 - Nachhaltigkeit


Cover 02/2009 - Nachhaltigkeit

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser!

Bei der Vorbereitung dieser fundus-Ausgabe bemerkte ich, wie massiv das Thema in allen Medien behandelt wird. Man hat den Eindruck, dass „Nachhaltigkeit“ inflationär und oft nur aus werbetechnischen Gründen gebraucht wird. Trotzdem ist er der wichtigste Leitbegriff für langfristige Zukunftsstrategien. Der Bundesverband zeigte mit seinem Motto zum 20. Bundesleistungswettbewerb: „Klimawandel – Klimaschutz“, dass er am Puls der Zeit ist. Es war imponierend und hoffnungsvoll, wie junge Menschen Ideen und Strategien entwickelten, um so für die Zukunft gerüstet zu sein.

„Nachhaltig ist eine Entwicklung dann, wenn sie den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten der zukünftigen Generation zu gefährden“. So die Definition der Internationalen Kommission für Umwelt und Entwicklung im Brundtland-Report des Jahres 1987. Wichtigster Handlungspunkt ist der sorgsame und nachhaltige Umgang mit Ressourcen jeglicher Art.

Die Grundbedürfnisse eines jeden Menschen wie Wohnen, Schlafen, Kleiden sind die Basis auf der der Beruf Hauswirtschaft steht. Doch Hauswirtschaften kann nicht geschehen, ohne Ressourcenverbrauch. Somit ist Hauswirtschaft besonders gefordert. Dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst ist, zeigt der Slogan: „Hauswirtschaft professionell und umweltbewusst“, der schon vor knapp 20 Jahren die Runde machte. Ich kann mich noch sehr gut erinnern an die fundus-Ausgabe 1/1995 mit dem Schwerpunkt: „Überdruss am Überfluss – Ökologische Haushaltsführung“, es war der zweite fundus überhaupt.

Trotzdem dürfen wir uns nicht ausruhen auf Aktionen und Veröffentlichungen aus der Vergangenheit. „20 Prozent weniger CO²-Emissionen bis zum Jahr 2020“, auf diese Formel einigten sich die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten auf ihrem Gipfel im Dezember in Paris. Jeder Einzelne ist gefordert, sein Handeln zu überdenken und neue Wege einzuschlagen. Die Geschichte des technischen Fortschritts ist auch eine Geschichte wachsenden Wohlstands durch immer effizientere Nutzung vorhandener Ressourcen. So ist es frustrierend zu lesen, dass bis 2030 der weltweite Energiebedarf jedes Jahr um 1,6 Prozent steigt und dadurch der Klimawandel noch beschleunigt wird, so die Prognose der Internationalen Energieagentur.

Dr. Anne Gerlach vom imug-Institut schreibt in ihrem Beitrag: „Wirkungsvoller Klimaschutz kann nur gelingen, wenn wir Grenzen für unseren Konsum akzeptieren, gesteigerter Konsum wirkt sich nicht automatisch in größerer Zufriedenheit oder in einem Zuwachs an Lebensqualität aus.“

Nachhaltig handeln, gerade in der Ernährung, muss auf der Basis der Wirtschaftlichkeit stehen, denn sonst wird der Kauf von Bioprodukten nur einer elitären Gruppe vorbehalten bleiben, so die Meinung von Prof. Carola Strassner von der FH Münster, deren Beitrag an der Fachtagung in Schleswig mit „Bio war gestern – Nachhaltigkeit kommt Morgen“ überschrieben war.

Diese fundus-Ausgabe bietet Ihnen liebe Leserinnen und Leser eine Vielfalt rund um das Berufsfeld Hauswirtschaft. Ich wünsche Ihnen die Erkenntnis, dass wir uns immer wieder informieren und weiterbilden müssen, damit wir gerüstet sind für die Herausforderungen der Zukunft. fundus wird Sie hierbei unterstützen.

Genießen Sie den Sommer und erfreuen Sie sich an unserer wunderschönen Natur!

Ihre   Ingeborg Henneberger

Inhalt der Ausgabe

fundus

Bundesleistungswettbewerb

23. Bundesleistungswettbewerb für Auszubildende in der Hauswirtschaft

Dieser Bundesleistungswettbewerb fand vom 16.03 - 18.03.2012 in Koblenz, Rheinland-Pfalz unter dem Motto: Welttag der Hauswirtschaft "Qualität - mit uns im Team" statt.

Junges Forum

Forschung meets Praxis

Dienstleistung und Lebensqualität war das Motto des Jungen Forums der dgh e.V. zu dem das Junge Forum Mdh eingeladen worden war.

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Berufliche Bildung

20.04.2012 (15:00 Uhr)

Führungspersönlichkeit

20.04.2012 (15:00 Uhr)

Führungspersönlichkeit

28.09.2012 (15:00 Uhr)

Der Fachpraktiker für Hauswirtschaft gem. § 66 BBiG

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