04/2009 - Wohnumfeldgestaltung
„Finde einen Weg die Schönheit notwendig zu machen;
finde einen Weg das Notwendige schön zu machen.“
(aus: Anne Michaels – Fluchtstücke)
Ich stelle dieses Zitat diesem Beitrag voran, denn er trifft den Kern all dessen, was ich mit meiner gestalterischen Arbeit zu tun versuche. In diesem Text und in den illustrierenden Bildern erwarten Sie keine Rezepte – eher sind es Visionen, Philosophien, Skizzen von Wegen. Gerne möchte ich versuchen den Leser zu begeistern – für eine Idee von ‚Schönheit und Attraktivität von sozialen Orten’; gerne möchte ich ihn überzeugen – von der Notwendigkeit diesen Aspekt (gleichberechtigt neben funktionalen, pragmatischen, ökonomischen) ernst und wichtig zu nehmen.
Heike Rahmen
Diplomdesignerin
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
das Thema „Wohnumfeld“ bereitete mir im Vorfeld ein wenig Kopfzerbrechen. Ein geflügeltes Wort, das wir oft im fachlichen Sprachgebrauch benutzen. Setzt man sich aber mit dem Thema konkret auseinander, eröffnet sich eine große Fülle an Themen. So hoffe ich, dass ich mit der Auswahl wieder ein buntes Spektrum aufzeigen kann.
Da wäre zunächst einmal die Gestaltung und Planung von Räumen. Ein besonderes Augenmerk gilt in diesem Fall den Einrichtungen für Senioren. Hier soll der Raum nicht nur nützlich und gut zu reinigen sein, sondern der Wohlfühlgedanke spielt hier eine große Rolle. Wie Betreutes Wohnen gestaltet werden kann, sowie Tipps für eine barrierefreie Wohnung sind die Artikel zu diesem Thema.
Auch im Ausbildungsplan existiert das Lernfeld Wohnumfeldgestaltung. Es wird in den einzelnen Bundesländern verschieden behandelt. Ein Querschnitt von einigen bietet Ihnen hoffentlich eine Erleichterung bei der Umsetzung der Ausbildungsinhalte.
Bewegen wir uns auch mal etwas weg von baulichen Vorraussetzungen und kümmern uns um das Dekorative. Florale Gestaltung, Farbenlehre und entsprechende Lichtkonzepte sorgen wieder für die Schaffung eines guten Lebensraumes. Hier möchte ich die Autorin Heike Rahmen zitieren, die u.a. von „Orten mit wohltuender Atmosphäre und interessanten Akzenten, mit schöner Gestalt und individuellem Geist“ spricht. Von einem ganz neuen Ansatz berichtet ein weiterer Architekt, wie bei der Planung von Büroflächen Arbeits- und Privatwelt vereinbart werden können. Dies nennt man dann „Work-Life-Balance“. Der Fachmarkt unterstützt alle diese Ansätze mit neuartigen Produkten.
Sie sehen, mit dem Thema „Wohnumfeld“ wird ein Topf geöffnet, aus dem es nur so heraussprudelt. Lassen sie sich inspirieren und treffen Sie die richtigen Entscheidungen für Ihre Wohlfühlträume.
Es grüßt Sie herzlichst
Ihre Martina Schäfer
