04/2011 - Im Blick: Die Zukunft
Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,
das Ende der Dunkelheit bedeutet jährlich die Wintersonnenwende, der wir als Menschen die kalendarische Jahreswende an die Seite gestellt haben. – Es bedeutet auch den Blick in die Zukunft zu lenken und in ihrem Licht zwischen Hoffnung und Befürchtung die eigenen Entscheidungen zu treffen und sie praktisch handelnd Wirklichkeit werden zu lassen. Das gilt sowohl auf allen Ebenen unseres Lebens, den privaten und beruflichen, als auch in den Lebensfeldern, die wir selbst gestaltend in der Hand haben und in denen, wo wir uns scheinbar machtlos anderen ausgesetzt fühlen.
Die christliche Kultur und Ihr Verständnis von Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit sieht in der Zeit der 14 Raunächte zwischen der Geburt eines besonderen Kindes am 24. Dezember und seinem Erscheinen vor der Welt, das wir mit den Heiligen Drei Königen am 6. Januar feiern, ebenso eine besondere Zeit der Bewusstwerdung, die aufmerksam machen kann darauf, dass das Leben nach vorn gelebt werden will und nach hinten verstanden werden kann.
Und an dieser Stelle ein Zitat, das lockt genauer ‚hinzulesen’, was es denn mit Zukunft auf sich hat: ‚Die Menschen interessieren sich gar nicht wirklich für die Zukunft. Sie interessieren sich eher für die Verlängerung der Vergangenheit ins Morgen. Genau das aber hat die Zukunft nicht im Programm.’ (Matthias Horx) – Umbrüche, Abbrüche und Aufbrüche sind, wenn nicht allerorten, so doch an vielen Orten zu spüren. Und machen auch vor dem vielseitigen Berufsfeld der Hauswirtschaft nicht halt.
In dieser fundus-Ausgabe haben 6 Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen Fachgebieten und mit verschiedenen Ansätzen den Blick auf die Zukunft gerichtet und laden ein die jeweils eigenen ‚Zukunftsvorstellungen’ daran zu messen: Auf ihre Stimmigkeit, auf ihre Wirksamkeit, auf ihre Aussagefähigkeit.
Als persönliche Anmerkung sei mir – der in dieser Ausgabe das Schwerpunktthema als Ideengeber gestaltet und als Lektor bearbeitet hat – die Erinnerung an die Anfangszeit des fundus erlaubt. Damals bedurfte es eines hoffnungsvollen und zuversichtlichen Blickes in die Zukunft, um den fundus in seinem bald beginnenden 19. Jahrgang auf einem in der Fachliteratur beachteten Platz zu sehen.
Wir, die Autorenschaft dieser Ausgabe und das Redaktionsteam wünschen Ihnen, zwischen den Jahren 2011 und 2012 Zeit und Lust sich dem fundus und seinem Schwerpunktthema zu widmen und im eigenen Gegenwärtig-Sein eine gute, bewusste Balance zu finden zwischen Vergangenem und Zukünftigen. – Schließen möchte ich mit einem Zitat aus einem der Beiträge, das gleichzeitig als Glückwunsch und ‚guter Vorsatz‘ auch für das neue Jahr verstanden sein will: „Eine positive Einstellung zur Zukunft. Dazu gehört es, dass wir tun, was uns glücklich macht, bzw. dass wir meiden, was uns unglücklich macht. Denn nicht die errungenen Erfolge schenken uns Glück, sondern der Weg dorthin.“ Tragen einzelne Beiträge dazu bei, diesem Ziel näher zu kommen, ist diesem Heft ein schöner Erfolg beschieden.
Norbert C. Korte
Inhalt der Ausgabe
Leseproben aus dem Inhalt
- 542,72KB Einladung
- 23,00KB Einführung in das Thema
- 96,94KB Hauswirtschaft: Vielfältig - Nachhaltig - Zukünftig
- 80,45KB Alzheimer Erkrankung - frühe Erkennung und was dann?
- 89,20KB Migration und Integration
- 206,21KB Alle Jahre wieder ...
- 62,97KB Grußwort der Bundesvorsitzenden / Junges Forum MdH
- 128,02KB Rezensionen Bücher und Medien
- 64,79KB Fort- und Weiterbildungsangebote
